Studie: Gen entdeckt, das möglicherweise Fehlgeburtenrisiko erhöht

Wissenschaftler haben Mutationen in einem spezifischen Gen mit einem erhöhten Fehlgeburtenrisiko in Verbindung gebracht. Mit dieser Entdeckung geht nun die Hoffnung auf eine verbesserte Diagnose und Behandlung betroffener Frauen einher.


Das Gen – genannt FOXD1 – wurde zuerst in Labormäusen gefunden, wie ein internationales Forscherteam im „Royal Society Journal Open Biology“ mitteilte.

Das Team prüfte, ob 556 Frauen, die von wiederholten Fehlgeburten (rezidivierende Spontanaborte oder RSA) betroffen waren, Mutationen im gleichen Gen aufwiesen. Dies war der Fall.
RSA liegt dann vor, wenn eine Frau drei oder mehr Fehlgeburten in den ersten fünf Wochen einer Schwangerschaft hatte. Dies betrifft etwa eine von hundert Schwangerschaften.
Eine Kontrollgruppe von 271 nicht-RSA-Betroffenen wurde ebenfalls in die Studie  einbezogen. „Wir fanden heraus, dass Frauen mit FOXD1-Mutationen ein statistisch hohes Risiko haben, unter RSA zu leiden.“

Die Forscher entdeckten auch eine Nebenform der Mutation – allerdings nur bei der Kontrollgruppe von Frauen, die in der Vergangenheit keine Fehlgeburten erlitten hatten. Möglicherweise wirke diese Nebenform schützend.

FOXD1 ist nicht das erste Gen, das mit wiederholten Fehlgeburten in Verbindung gebracht wird – die „funktionelle Nachweisbarkeit“ sei jedoch selten, so das Forscherteam.

Quelle: MedicalXpress, Royal Society Journal Open Biology
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Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Naturheilverfahren im Ärztehaus Harlaching: Dr. Isabel Hasler und Dr. Yvonne Isterer