Grippe-Impfung verringert Sterblichkeit bei Patienten mit rheumatoider Arthritis

Eine Grippe-Impfung verringert für Rheuma-Patienten sowohl das Risiko für eine Krankenhauseinweisung als auch das Sterberisiko.


Für Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), vor allem für ältere Patienten, die den Influenza-Impfstoff erhalten haben, verringert sich das Erkrankungs- und Streberisiko deutlich. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die in der Juni-Ausgabe des „International Journal of Rheumatic Diseases“ veröffentlicht wurde.

Dr. Chun-Ming Chen von der Ditmanson Medical Foundation im Chiayi Christian Hospital in der Stadt Chiayi, Taiwan, und Kollegen führten eine retrospektive populationsbasierte Kohortenstudie mit Daten aus der Taiwan National Health Insurance Research Database (Taiwans Nationale Krankenversicherungs-Forschungsdatenbank) durch. Sie berechneten die Wirksamkeit der Influenza-Impfung für 3.748 Rheuma-Patienten im Alter von 18 Jahren und darüber, die 2008, 2009 und 2010 geimpft wurden, und für 3.748 Rheuma-Patienten, die keine Impfung erhalten hatten.

Die Forscher stellten nach Bereinigung möglicher Störfaktoren fest, dass Rheuma-Patienten, die geimpft waren, weniger oft aufgrund einer schweren Allgemeininfektion (Septikämie, Bakteriämie oder Virämie) in Krankenhaus mussten und ein geringeres Sterberisiko hatten. Die Wirksamkeit der Influenza-Impfung war besonders signifikant bei älteren Patienten mit Rheuma.

Quelle: HealthDay, International Journal of Rheumatic Diseases
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Fachärztin für Innere Medizin, Rheumatologie im Ärztehaus Harlaching: Dr. med. Veronika Brumberger